Von 1740 bis 1797 diente Schloss Schönhausen als Sommerresidenz der preußischen Königin Elisabeth Christine, Gemahlin Friedrichs des Großen. Die prunkvollen Raumausstattungen des späten 17. und 18. Jahrhunderts sind bis heute erhalten, und der reich stuckierte Festsaal im ersten Obergeschoss ist die einzige in Berlin im Original erhaltene Raumschöpfung des späten Rokoko.
In der Dauerausstellung „Kunst – Menschen – Macht. Schloss Schönhausen als Tatort der NS-Aktion ‚Entartete Kunst‘“ kommen unsere USO Einhandhörer zum Einsatz. Sie helfen dabei, die Rolle des Schlosses als zentraler Schauplatz der NS-Kunstpolitik zu vermitteln. Hier lagerten einst mehrere tausend beschlagnahmte Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert und später ins Ausland verkauft wurden.
Die erweiterte Ausstellung bietet tiefgehende Einblicke in die nationalsozialistische Kulturpolitik und zeigt Schloss Schönhausen als einen der zentralen Schauplätze dieser Zeit. Ausgewählte Original-Kunstwerke und die Rekonstruktion ihrer Wege bis heute veranschaulichen die vielschichtigen Facetten der „Entartete Kunst“-Aktion und ihrer langfristigen Auswirkungen.

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